Ethik-Richtlinien der DGSF zur Onlineberatung

Nach wie vor ist die DGSF der einzige Beratungsverbände, der das Thema Onlineberatung überhaupt berücksichtig. Seit einigen Jahren hat die Onlineberatung auch einen festen Platz in den Ethik-Richtlinien der DGSF. Bei der diesjährigen Mitgliederversammlung im September wurde eine Änderung der Richtlinie vorgenommen, die insbesondere das Thema Technik und Datenschutz zeitgemäß berücksichtigt. Hier der aktuelle Text:

„DGSF-Mitglieder sowie Fachkräfte mit DGSF-Zertifikat verpflichten sich, eventuell angebotene mediale Beratung (z.B. Onlineberatung / Telefonberatung) in Übereinstimmung mit den Ethik-Richtlinien der DGSF auszurichten. Bei der medial vermittelten Form der Beratung bedarf es dabei der Aneignung grundlegender Kompetenzen in Bezug auf das genutzte Beratungsmedium sowie einer medienspezifischen fachlichen Auseinandersetzung und Reflexion dieser Beratungsprozesse. Die potentiellen KlientInnen sind über das konkrete Beratungsangebot und die vertraglichen Modalitäten vor Beginn der Beratung umfassend zu informieren.
Die speziellen Aspekte der geltenden Datenschutzbestimmungen sind angemessen zu berücksichtigen und die dafür notwendigen sicherheitstechnischen Voraussetzungen entsprechend dem aktuellen Stand der Technik zu schaffen.“

(Quelle: https://www.dgsf.org/ueber-uns/ethik-richtlinien.htm)

Fortbildungsprogramm für 2017

Nach der Sommerpause habe ich mich mit meiner Kollegin an die Planung unseres Fortbildungsprogramms im Institut für E-Beratung für das kommende Jahr gemacht. Zusammengekommen ist eine schöne Auswahl unterschiedlicher Seminare & Workshops sowie ein Online-Kurs zur Einführung in die Onlineberatung.

Folgende Themen haben wir nächstes Jahr im Angebot:

Außerdem startet im März 2017 der nächste Durchgang im „Hochschulzertifikat Onlineberatung“!

Reinschauen lohnt sich! Die Anmeldung ist ab sofort möglich!

Fachforum Onlineberatung mit Prof. Johannes Herwig-Lempp und Dr. Joachim Wenzel

Eröffnet wird das diesjährige Fachforum Onlineberatung von Prof. Johannes Herwig-Lempp und Dr. Joachim Wenzel in Form eines Dialogs zum Thema „Konzepte der Präsenzberatung in der Onlineberatung: zur Übertragbarkeit bzw. Eigenständigkeit von Beratungsansätzen online“.

Das Thema beschäftigt Onlineberatende wohl schon seit Beginn der Onlineberatung und zunächst wurde vor allem herum experimentiert und ausprobiert. Die Frage, welcher Beratungsansatz besonders geeignet für die Onlineberatung sein könnte und welche Methoden auch im Online-Setting „funktionieren“ ist bis heute nicht eindeutig beantwortet. Und vermutlich ist dies auch gut so, denn es lässt der (Online-)Beratung den nötigen Spielraum sich immer  weiter zu entwickeln. Gleichwohl finden sich bestimmte Haltungen und Ansätze in der Onlineberatung immer wieder – systemische Beratung scheint hierbei, wie auch in der Face-to-Face-Beratung derzeit ‚State of the Art‘ zu sein.

Umso spannender wird darum der Eröffnungsdialog zwischen Herwig-Lempp und Wenzel. Beide von Hause aus Systemiker haben ganz unterschiedliche Ausgangspunkte, die in ihren Vorerfahrungen begründet liegen. Prof. Herwig-Lempp, der seit 1998 Professor für Systemische Sozialarbeit/ Sozialarbeitswissenschaften an der Hochschule Merseburg im Fachbereich Soziale Arbeit.Medien.Kultur ist und freiberuflich als Supervisor und Fortbildner tätig ist, hat sich in den vergangenen Jahren u. a. mit dem Thema Methoden befasst. Wie er diese nun auch online für umsetzbar hält bzw. nicht hält dürfte spannend werden.

Dr. Wenzel hingegen hat sich u. a. in seiner Dissertation zum Thema „Wandel der Beratung durch neue Medien“ und anderen zahlreichen Veröffentlichungen mit Onlineberatung befasst. Nachdem er viele Jahre dem Leitungsteam der Telefonseelsorge Mainz-Wiesbaden angehört hat, ist er inzwischen selbständig tätiger Systemischer Berater, Therapeut und Supervisor. Unter dem Stichwort „Mythos der Unmittelbarkeit der Face-to-Face-Beratung“ hat sich Wenzel in der Vergangenheit bereits kritsich mit (Online)Beratung befasst.

Das Fachforum Onlineberatung findet am 19. und 20. September 2016 in Nürnberg statt. Alle Infos zum weiteren Programm und zur Anmeldung gibt es unter: www.e-beratungsinstitut.de/fachforum

 

Programm des 9. Fachforum Onlineberatung online

Nun ist das Programm für das 9. Fachforum Onlineberatung, das am 19./20. September 2016 in Nürnberg stattfindet und vom Institut für E-Beratung in Kooperation mit der Deutschsprachigen Gesellschaft für psychosoziale Onlineberatung (DGOB), der Onlineberatung der Caritas, sextra und der bke-Onlineberatung veranstaltet wird online.

Die Teilnehmenden erwartet eine Mischung aus Fachvorträgen und Diskussionsforen zu aktuellen Themen rund um die Onlineberatung. Das komplette Programm finden Sie hier.

Die Anmeldung ist ab sofort hier möglich.

Neue Kurstermine für die Weiterbildung zum/r zertifizierten Onlineberater/in an der TH Nürnberg

Nun stehen die Termine für die nächsten Weiterbildungsdurchgänge im „Hochschulzertifikat Onlineberatung“ vom Institut für-Beratung an der TH Nürnberg fest.

Wegen der großen Nachfrage wird noch im Herbst diesen Jahres ein weiterer Kurs starten. Im März 2017 dann der nächste Kursdurchgang.

Die Weiterbildung schließt mit einem Zertifikat der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm ab und erfüllt die Richtlinien der Deutschsprachigen Gesellschaft für psychosoziale Onlineberatung (DGOB) e. V.

Alle Infos zu der Weiterbildung, den Inhalten, Referent*innen und Kosten sind auf der Website des Instituts für E-Beratung hier zu finden. Die Anmeldung für alle Durchgänge ist ab sofort möglich.

Gutes Interview zum Thema „Online-Therapie“

Bei Stern.de findet man ein gutes Interview zur Online-Therapie – zum Glück mal mit Fragen, die nicht bei den üblichen Vorurteilen hängen bleiben und Antworten, die differenziert sind.So werden u.a. auch Qualitätsfragen beantwortet und noch offene „Baustellen“ direkt angesprochen.

http://www.stern.de/gesundheit/depression–aengste–soziale-phobie–was-online-therapien-bringen-6759736.html

Abschlussbericht zum Forschungsprojekt „Online-Supervision“

Im Januar haben wir am Institut für E-Beratung ein DGSF-gefördertes Forschungsprojekt zum Thema „Online-Supervision – Systematische Bestandsaufnahme eines neuen Arbeitsfeldes“ abgeschlossen. Der Bericht zum Projekt ist online verfügbar und kann auf den Seiten des Instituts für E-Beratung heruntergeladen werden. Und zwar hier

Kurze Rückschau auf den Fachtag „Onlinekommunikation in Beratung und Supervision“

Gestern fand in Frankfurt der Fachtag zum Thema „Onlinekommunikation in Beratung und Supervision“ statt, den das Institut für E-Beratung gemeinsam mit der Fachgruppe Onlineberatung (vertreten durch Joachim Wenzel, SPI Mainz) veranstaltet hat.

In zwei Vorträgen von Prof. Richard Reindl zum Thema „Analoge und Digitale Kommunikation – Chancen für Beratung“ und von Dr. Joachim Wenzel zum Thema „Neue Medien in der Beratung“ wurden die knapp 30 Teilnehmenden in die Besonderheiten von Onlinekommunikation und die gesellschaftlichen Veränderungen durch die fortschreitende Digitalisierung und Mediatisierung unser Alltagswelt eingeführt. Wenzel beschäftigte sich in seinem Vortrag zudem mit dem „Mythos der Unmittelbarkeit“ von „Face-to-Face“-Kommunikation/Beratung und führte den Zuhöhrer*innen in anschaulicher Weise vor Augen welche Rolle Medien schon immer in Hinblick auf unsere Kommunikation gespielt haben. Online zu kommunizieren und sich hierfür entsprechender Medien zu bedienen ist folglich die logische Konsequenz mit der sich Beratende auseinandersetzen müssen.

In drei Workshops hatten die Teilnehmenden sodann die Gelegenheit sich mit speziellen Themen und Fragestellungen zu beschäftigen. Maria Große Perdekamp (Leiterin der BKE Onlineberatung) und Nina Schweigert (Leiterin der YouthLifeLine Onlineberatungsstelle) berichteten aus ihrer Arbeitspraxis – zum einen in einem großen von Fachkräften getragenen Portal der Erziehungs- und Jugendberatungsstellen, zum anderen in der Variante der Peer-to-Peer Beratung, die durch Fachkräfte im Hintergund begleitet wird.

In meinem Workshop zum Thema „Onlineberatung und -Supervision freiberuflich“ hatte ich das Vergnügen mit interessierten und kritischen Teilnehmenden darüber zu diskutieren, welche Möglichkeiten für Freiberufler und Selbständige bestehen, Onlineberatung (in dem Fall natürlich kostenpflichtig) anzubieten. Es wurde über Konzepte und Finanzierungsfragen ebenso diskutiert, wie über technische Voraussetzungen und Qualifikationserfordernisse. Spannend war für ich vor allem, wie unterschiedlich die Teilnehmenden bislang Onlinekommunikationskanäle für die Erhaltung nutzen. Gefreut habe ich mich über das schöne Feedback, besonders von einer Teilnehmerin, die den anderthalbstündigen Workshop als „kostenlose Start-Up Beratung für SupervisorInnen“ bezeichnete.🙂

Das Thema „Beratung per Video“ mit dem ich mit zur Zeit intensiver beschäftige kam hierbei auch immer wieder ins Gespräch. Nach wie vor steht. Hier aber die Problematik einer gesicherten technischen Lösung im Raum – hier müssen die Softwareanbieter noch geeignet Antworten finden, um eine sichere und stabile Übertragung zu ermöglichen.

Alles in allem ein spannender Fachtag mit vielen anregenden Ideen, Gesprächen und Menschen!